
Gruppenvergewaltigungen verletzen das intimste Privatleben der Betroffenen und viel zu oft lähmt die Opfer ein Schamgefühl für das, was ihnen angetan wurde. Darüber zu sprechen, fällt vielen schwer. Gleichzeitig schlagen solche Fälle in der Öffentlichkeit oft hohe Wellen, die Debatte über gemeinschaftlich begangene Vergewaltigungen verspricht mehr Aufmerksamkeit als bei anderen, häufigeren Formen sexualisierter Gewalt. Mit dem Fokus auf bestimmte Tätergruppen werden die Taten auch politisch genutzt und eine öffentliche Empörung entlädt sich auf Jurist:innen, wenn das Strafmaß zu gering erscheint.
Der Film rekonstruiert sechs Fälle und nimmt dabei die Traumatisierung der Opfer in den Blick, die Gruppendynamiken, aus denen solche Verbrechen entstehen und die Narrative, mit denen Täter sich selbst entlasten, die öffentliche Wahrnehmung und die Schwierigkeiten in der Strafverfolgung und Rechtsprechung.

Bilder: © ZDF/eco doc
Dokumentarfilm, 90 Minuten
Autorinnen: Birgit Bonk und Edith Dietrich
Kamera: Dino von Wintersdorff, Max von Matthiessen, Nicolas Grimard
Montage: Lisa Zindorf
Produktion: ECO Media TV
Im Auftrag von zdf info
2025
